Juni 27

Das Lied von Eis und Feuer 1: Die Herren von Winterfell – George R.R. Martin (Buchrezension)

Begeistert von der TV-Serie “Game of Thrones” bin ich neugierig auf die zugrundeliegenden Romane von George R.R. Martin geworden. Diese Art von Fantasy ist eigentlich nicht nach meinem Geschmack (mit seltenen Ausnahmen), daher war ich etwas skeptisch, ob mir auch die niedergeschriebene Geschichte gefallen wird.

Auf dem Kontinent Westeros spielend dreht sich die Geschichte zu Beginn hauptsächlich um die im Norden lebende Familie Stark und wird kapitelweise aus Sicht der einzelnen Familiemitglieder beschrieben (mit Ausnahme von Rickon, der mit seinen drei Jahren wohl noch zu klein für eigene Gedankengänge ist, die den Leser interessieren könnten). Zusätzlich gibt es noch Kapitel aus der Sicht Tyrion Lennisters, der zwar vom Stand hoch, doch in der Gestalt eines Kleinwüchsigen geboren wurde und es daher in seiner Familie schwer hat. Durch den Besuch König Roberts ändert sich das Gefüge der Familie massiv, zudem passiert ein schreckliches Ereignis. Die Familie Stark wird mehr oder weniger auseinandergerissen und jedes Mitglied muss nun seinen Weg gehen in einem Land, über welchem sich dunkle Wolken zusammenziehen.
Zudem gibt es auch noch Kapitel aus der Sicht Daenerys, die zusammen mit ihrem älteren Bruder einst aus Westeros fliehen musste. Sie gehören der Familie der ehemaligen Herrscher Westeros an und sind durch einen verrückten Throninhaber bei Vielen in Ungnade gefallen und mussten so auf ihre Herrschaft verzichten. Daenerys Bruder plant jedoch seit langem seine Rückkehr nach Westeros und möchte dies erreichen, indem er sich mit der Heirat seiner Schwester eine Armee erkauft.

Wie ich eingangs schon erwähnte bin ich eigentlich kein Anhänger der sogenannten High-Fantasy-Sparte. George R.R. Martins Werk stellt hier jedoch eine Ausnahme dar, da sie sehr intelligent und gut geschrieben ist, jeder Charakter in seiner Unterschiedlichkeit gut beschrieben wird und man als Leser einfach ewig mit einem sehr neugierig machenden Fragezeichen im Gesicht zum Weiterlesen gezwungen wird. Kaum ein Charakter ist so, wie er anfänglich erscheint, es werden überaus raffinierte Intrigen und Komplotte gesponnen und dies macht einfach Spaß. In irgendeinem Charakter kann sich wohl jeder Leser wiederfinden und man rästelt ständig mit, was nun hinter welchen Rätseln steckt und sobald sich ein Geheimnis lüften lässt, tauchen kurz darauf zwei neue auf. Trotz der Komplexität der Geschichte, der Fülle an Charakteren und der fremden Welt machte mir dieses erste Buch einer langen Reihe sehr viel Spaß – obwohl ich den Plot anhand der Fernsehserie schon kannte.

Ich werde diese Serie auf jeden Fall weiterverfolgen und habe den zweiten Band schon bei mir zu Hause zum Weiterlesen liegen.

“Das Lied von Eis und Feuer 1: Die Herren von Winterfell” von George R.R. Martin aus dem BlanValet-Verlag, 576 Seiten, ISBN-13: 978-3442267743

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Posted 27. Juni 2013 by Chrissie in category Buchrezension

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