Oktober 14

Die Saat – Guillermo del Toro/Chuck Hogan (Buchrezension)

Am JFK-Flughafen in New York landet eine Boing 777. Wenige Minuten später bricht der Kontakt zur Maschine ab, sie steht vollkommen dunkel und unbeweglich mitten auf der Landebahn und es gibt kein Lebenszeichen aus dem Inneren. Das Flugzeug kann anfänglich auch nicht betreten werden. Als man dies dann doch schafft, findet man alle Menschen an Bord tot vor. Die Seuchenschutzbehörde wird alarmiert, doch anfänglich ahnt niemand, welches Grauen hinter all den Toten steckt. Ein Grauen, dass das Ende der Menschheit herbeiführen könnte.

DIE SAAT ist ein toller Auftakt einer Trilogie, ein Roman mit Vampiren, der sich so gar nicht in eine Riege mit der Twilight-Generation einreihen lässt. Das Böse wird auf die ahnungslose Menschheit losgelassen und die einzige Hoffnung ist ein alter, einsamer Pfandleiher mit zwei verkrüppelten Händen und ein Seuchenschutzexperte, der in einer familiären Krise steckt. Das Buch ist spannend, actionreich und sehr athmosphärisch, düster, grausam und gruselig. Die Charaktere, ob nun Hauptfiguren oder Nebenrollen darstellend, sind allesamt toll gezeichnet und man kann sich ihrer nie zu sicher sein.

Kritikpunkte gibt es leider auch. Hin und wieder, vor allem am Anfang verlieren sich die Autoren etwas in der Beschreibung gewisser Ereignisse. Athmosphärisch toll regt sich in dem Leser jedoch nach einigen, recht vielen Seiten der Wunsch das Buch zu schütteln, damit die Bombe, die man mittlerweile verstanden, begriffen und verinnerlicht hat, endlich platzt, dass das Grauen endlich aus den dunklen Schatten zwischen den Seiten hervortritt und einem Gänsehaut beschert. Man kann den Autoren natürlich zugute halten, dass so die Spannung auf das Grauen hoch gehalten wird und der Leser schier über die Seiten fliegt, jedoch haben sie es hier meiner Meinung nach ein paar Seiten zu lang getan.
Zudem geben die Charaktere aus gewissen Situationen mit zu wenig Blessuren hervor. Man darf mich hier nun nicht falsch verstehen, in diesem Buch ist niemand unsterblich, trotzdem sind manche Situationen meiner Meinung nach beschönigt bzw. würde man bei solchen Ereignissen schwerer verletzt werden, wenn nicht gar Schlimmeres eintritt.
Auch hat mich gestört, dass die Verwandlung in einem Vampir anfang langsam vonstatten ging, später jedoch nebensächlich und schnell abgehandelt wurde, was in meinen Augen unlogisch ist. Entweder verwandelt man sich langsam, oder man verwandelt sich schnell, aber nicht mal so, mal so.

DIE SAAT ist ein toller Unterhaltungsroman für jeden, der sich gerne gruselt, der Action mag sowie tolle Charaktere und der nichts mit Twilight anfangen kann. Ich freue mich schon jetzt auf DAS BLUT und DIE NACHT.

4 von 5 Sterne.

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Posted 14. Oktober 2012 by Chrissie in category Buchrezension

4 thoughts on “Die Saat – Guillermo del Toro/Chuck Hogan (Buchrezension)

  1. Harry Lucks

    Grummel…schon wieder ein Buch das ich mir holen muss…
    Grins- Spaß!!
    Hört sich sehr interessant an und werde ich mir alsbald zulegen.
    Danke für den tip!!

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      1. Sundance

        Ah, Ninja-san, I am guessing your da&e3tgru#h9;s presence in your life helps form your decisions as well. "How would I want my own children treated?" was something I always tried to ask myself. Not totally successful, but I tried.Thanks for sharing the photo. It's beautiful.Doug

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    1. Gatsy

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