Oktober 5

Wind (Der Dunkle Turm) – Stephen King (Buchrezension)

Roland und sein Ka-Tet sind wieder auf Wanderschaft. In der bisher nichterklärten Zeitspanne zwischen den Bänden GLAS und WOLFSMOND ist dieses Buch anzusiedeln. Ein Stoßwind sucht die Gruppe heim und sie müssen sich in einer kleinen Geisterstadt vor diesem in Sicherheit bringen. Ähnlich wie ihn GLAS ist nun wieder Zeit für Geschichten.

Roland erzählt insgesamt zwei: DER FELLMANN und DER WIND DURCHS SCHLÜSSELLOCH.

DER FELLMANN ist eine Geschichte aus Rolands Jugend, die kurz nach den Ereignissen aus GLAS stattgefunden hat. Roland und sein Freund Jamie bekommen den Auftrag den mörderischen Fellmann ausfindig zu machen, der in einer kleinen Stadt sein Unwesen treibt.

DER WIND DURCHS SCHLÜSSELLOCH ist eine Sage, die Roland von seiner Mutter am Kindsbett vorgelesen bekommen hat. Es geht hier um den kleinen Tim, der mit dem Tod seines Vater zurechtkommen muss und dann ein spannendes Abenteuer verlebt um seine Mutter zu retten.

Ich bin ein riesiger Fan der Dunklen Turm-Reihe. Das Buch war bei mir also schon monatelang vorbestellt und ist mit ganz viel Freude bei mir aufgenommen worden, als es dann endlich erschienen und bei mir angekommen ist. Doch schon nach wenigen Seiten war klar, dass das, was ich erwartet hatte, nicht geschehen würde.
Roland und sein Ka-Tet stellen leider nur die Rahmenhandlung für zwei Geschichten dar und so ist dieses Buch für mich keines, welches ich direkt in die Dunkle-Turm-Reihe eingliedern würde. Es ist zwar toll wieder von Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy zu lesen, jedoch hätte ich auch gerne wieder ein neues Abenteuer mit ihnen erlebt.

DER FELLMANN ist für mich in einer sehr unpassenden Erzählform geschrieben, da Roland hier erstmals eine Geschichte in der Ich-Form wiedergibt. Das nimmt in meinen Augen das Epische aus der Dunklen Turm Reihe heraus und wertet die Geschichte ab. Der Fall an sich, den Roland und Jamie zu lösen haben ist recht kurz erzählt und birgt bis auf einen sehr athmosphärischen Moment wenig Nervenkitzel. King kann dies eindeutig wesentlich besser.

DER WIND DURCHS SCHLÜSSELLOCH hingegen ist wunderbar. Ein spannendes Abenteuer, ein düsteres Märchen, welches zwar Elemente aus der Arthus-Sage und dem Herrn der Ringe hat, von mir aber absolut verschlungen wurde. Die Charaktere sind toll ausgebaut, die Szenen sehr bildhaft, gruselig und athmosphärisch; ein King im ungewohnten Märchengewand, wie ich ihn liebe.

Nachdem ich dieses Buch ausgelesen habe, hätte ich mir viel lieber ein Märchen- und Sagenbuch aus Gilead gewünscht als diesen Dunklen Turm-Band, der irgendwo doch keiner ist. Ich habe eine tolle Geschichte und zwei eher durchschnittliche gelesen und bin daher recht gespalten in meiner Meinung zu diesem Buch. Trotzdem möchte ich dem Buch  4 von 5 Sternen geben, da DER WIND DURCHS SCHLÜSSELOCH wirklich toll ist und alleine schon die Hälfte aller zu lesenden Seiten ausmacht.

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Posted 5. Oktober 2012 by Chrissie in category Buchrezension

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