Mai 26

Der Todeskünstler – Cody McFadyen (Buchrezension)


(Das rechte Buch ist gemeint. 🙂 )

“Der Todeskünstler” ist der zweite Fall der FBI-Agentin Smoky Barrett.

Smoky lebt mit ihrer Adoptivtochter Bonnie zusammen in ihrem alten Haus, Bonnie spricht immer noch nicht und Smoky bekommt ein Jobangebot, welches sie aus dem aktiven Dienst in einen Ausbilderdienst versetzen würde – nach Quantico. Smoky ist sich nicht sicher, ob sie dieses Angebot annehmen soll. Zu dieser Zeit, ein halbes Jahr nach ihrem letzten großen Fall, taucht ein Mädchen auf, welches an einem schaurigen Tatort als einzige Überlebende aufgefunden wird und nach Smoky verlangt. Niemand scheint ihr sonst zu glauben, doch Smoky erkennt, dass sie sich die Geschichte um den Künstler nicht ausgedacht hat, der seit zehn Jahren das Leben des Mädchens Sarah systematisch zerstört, aber nie Spuren hinterlässt. Smoky muss tief in die grausame Geschichte von Sarah eintauchen um den Künstler jagen zu können.

Mir hat der zweite Fall um Smoky Barrett mittelmäßig gefallen. Gestört hat mich zuerst einmal, dass ungefähr die ersten fünfzig Seiten des Buches ein Aufguss des ersten Romans waren. McFadyen hätte dies auch sehr kurz und knapp in einem Vorwort erledigen können bzw. diese Hintergründe elegant im Laufe des Buches einbinden können. Zudem störte mich erneut – wie auch im ersten Buch – das klischeehafte Denken. Die Helden dieses Buches sind alles hübsch, äußerst talentiert und sowieso und dunklere Gestalten sehen natürlich entsprechend aus. Es gibt hier nur wenige Ausnahmen und das stört mich sehr, das Ganze hat wenig mit realistischem Schreiben zu tun – meiner Meinung nach. Auch die hier sehr einfache Schreibweise hat mich leicht gestört wie auch die Tatsache, dass ich des Öfteren gedacht habe – das kann nur ein Mann geschrieben haben (obwohl ja die Protagonistin eine Frau ist).
Die Geschichte an sich ist relativ ruhig erzählt, es gibt wenig spannende Momente und noch weniger Jagd auf den Künstler. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Geschichte von Sarah, bei der sich McFadyen meiner Meinung nach gedacht haben muss: “Was ist das Schlimmste, was man erleben kann?” und dies dann aneinanderreihte. Zudem habe ich wie im ersten Buch bereits recht früh gewusst, wer der Täter ist – erneut konnte mich Cody McFadyen daher nicht überraschen.
Trotzdem lässt sich das Buch ganz gut lesen und man möchte auch immer wissen, wie es weitergeht. Sarahs Geschichte ist sehr schlimm und grausam. Defintiv nicht der beste Roman von McFadyen, ich hoffe, der dritte Teil wird wieder runder und spannender.

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Posted 26. Mai 2012 by Chrissie in category Buchrezension

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