April 15

Wytches – Scott Snyder

Klappentext:

Sailor Rook ist kein Kind mehr, doch ihre Teenager-Zeit wird sich noch ein paar Jahre hinziehen. Und sie hat nicht gut begonnen. An ihrer alten Schule wurde sie grundlos, aber umso gnadenloser gemobbt. Eines Tages jedoch ist das Mädchen, das dafür verantwortlich war, plötzlich verschwunden. Und nun wird Sailor unterstellt, sie hätte damit etwas zu tun. Schließlich sehen ihre Eltern keinen anderen Ausweg mehr, als in einen anderen Ort irgendwo in New Hampshire zu ziehen, um ihrer traumatisierten Tochter einen Neustart zu ermöglichen. Doch nicht nur die üble Nachrede ist ihnen bis hierhin gefolgt. In den dunklen, dichten Wäldern Neuenglands lauert noch etwas Anderes, Uraltes auf Sailor…
In Scott Snyders (u. a. »American Vampire«, »Batman«, »The Wake«) jüngstem Horror-Epos geht es nicht bloß ums Gruseln an sich, das Grauen reicht viel tiefer. Eine Geschichte von den Ängsten, Schuldgefühlen und Depressionen Heranwachsender, aber auch ihrer Eltern. Von Verzweiflung und der Entschlossenheit, gegen die aufkommende Panik anzukämpfen. Jock a. k. a. Mark Simpson (u. a. »Batman«, »The Losers«; Zeichnungen) und Matt Hollingsworth (»Preacher«, »Hawkeye« etc.; Farben) sorgen für eine entsprechend beklemmende, verstörende Atmosphäre – eine Story, die definitiv unter die Haut geht.
Die Verfilmung durch Brad Pitts Produktionsfirma Plan B Entertainment ist in Vorbereitung.

Meine Meinung zur Graphic Novel:

Die Zustände, die der Klappentext verspricht, sind zu Beginn der Lektüre bereits eingetreten. Durch Rückblenden erfährt der Leser und Betrachter dieses Werks, wie es zur aktuellen Situation gekommen ist und was genau die Familie in ihre Krise gestürzt hat. Sie hat nicht nur mit den Gerüchten um die Tochter Sailor zu kämpfen, sondern auch mit Unfallfolgen, die die Mutter an den Rollstuhl gefesselt haben. Papa Rock sah daher keinen anderen Ausweg, als irgendwo anders einen Neuanfang zu wagen. Ziemlich schnell ist jedoch klar, dass die Vergangenheit nicht ruht und zudem etwas Anderes, Unheimliches hinter Sailor her ist.

Die Geschichte selbst wird sehr menschlich und intensiv erzählt. Ziemlich schnell kann man sich mit den Charakteren verbunden fühlen und deren Handlungsweisen nachvollziehen. Daher treffen so einige Dinge, die im Lauf der Story passieren, den Leser sehr direkt und schockierend. Die Rückblenden sind nicht störend, sehr ehrlich und runden das Gesamtbild ab, so dass ich hier nichts auszusetzen hatte.
Neben dem Horror, den die Wytches-Wesen verbreiten liegt das wahre Schlimme dieser Geschichte in den Wünschen und narzistischen Verhaltensweisen, in Sehnsüchten und den Taten, die diese befriedigen sollen. Es ist wirklich teilweise sehr hart, was manche Charaktere tun und was sie bereit sind zu opfern. Zum Ende hin sind mir daher auch etwas feuchte Augen gekommen, auch wenn die Entwicklung nicht unvorhersehbar war.

Der Zeichenstil lag mir, war recht realistisch und doch rebellisch. Etwas störend empfand ich das teilweise “verkleckste” Bild, das bestimmt ein graphisches Stilmittel darstellt, jedoch kenne ich mich hierfür zu wenig in diesem Bereich aus, als dass ich dies bewerten könnte. Mich persönlich hat dies eben teilweise gestört, was der Geschichte aber keinen Abbruch tat.

Im Fazit kann ich diese Graphic Novel, die von mir auf Englisch gelesen wurde, die nächsten Monat jedoch auch auf Deutsch erscheinen wird, jedem Horrorfan der alten Schule empfehlen, der Wert auf Geschichte mit Hintergrund, aber auch auf gepflegten Grusel steht und der von Charakteren schockiert werden möchte. Da dieser Band mit “Volume 1” betitelt wurde, hoffe ich sehr auf weitere Bände, die ich mir dann definitiv auch genehmigen werde. Für mich ein wirklicher Lesegenuss, ich bin begeistert!

“Wytches” von Scott Snyder aus dem Image Comics Verlag, 144 Seiten, ISBN-13: 978-1632153807
Im Deutschen erscheint dieser Band im Splitter-Verlag, 192 Seiten, ISBN-13: 978-3958392915

Buch auf amazon.de
(englisch): Wytches Volume 1 (Wytches Tp)
(deutsch): Wytches: Band 1.


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Posted 15. April 2016 by Chrissie in category Buchrezension

2 thoughts on “Wytches – Scott Snyder

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