September 19

Mr. Mercedes – Stephen King

Das Buch wird mit den Schlagworten “Schneller, gefährlicher, tödlicher – Mr. Mercedes” beworben, was in meinen Augen aber nur begrenzt auf den Inhalt des Buches passt. So beginnt das Buch, ja, aber was danach passiert ist anders, als man es anhand dieser Suggestion vermuten würde.

Die Rezession ist 2009 in den USA vollkommen angekommen. In einer recht kalten Aprilnacht stellt sich Augie Odenkirk wie so viele andere Jobsuchende an eine Schlange vor einer Berufsmesse an, bei der es garantiert 1000 Jobs zu vermitteln gibt – jedenfalls nach Aussage des Bürgermeisters. Wer zuerst kommt malt auch zuerst und so füllt sich bereits in der Dunkelheit der Eingangsbereich. Augie kommt ins Gespräch mit einer Mutter, die ihren Säugling dabei hat. Immer mehr Jobsuchende kommen an. Gegen Morgen fährt ein grauer Mercedes S600 vor, man vermutet den Bürgermeister. Doch als der Mercedes plötzlich Gas gibt und in die Menge rast, ist es für viele bereits zu spät zur Flucht.

Ein Jahr später bekommt der mittlerweile pensionierte Detective Bill Hodges einen Brief, unterschrieben von Mr. Mercedes. Dieser Name wurde ihm nach dem Massenmord von der Presse gegeben und er gefällt ihm ganz gut. Hodges war damals auf den Mercedeskillerfall angesetzt, konnte ihn jedoch nicht lösen. Mit dem erhaltenen Brief beginnt der Killer ein perfides Spiel mit Hodges.

Mit “Mr. Mercedes” hat Stephen King ein Buch herausgebracht, dass ich tatsächlich als untypisch King bezeichnen würde. Das liegt nicht daran, dass es hier absolut keine übernatürlichen Inhalte oder den gewohnten zwischenmenschlichen Horror gibt. King hat auch außerhalb dieser für ihn oft als typisch bezeichneten Bücher einige grandiose Werke geschrieben. Für mich schreibt King nie an vielen einzelnen Geschichten, ich empfinde sie immer als Teil einer großen, epischen Story, die eben immens verschachtelt zusammenhängt. Bei seinem aktuellen Werk geht mir dies jedoch nicht so. Bei “Mr. Mercedes” gibt es auch wieder Hinweise auf andere seiner Werke, diese sind jedoch nicht subtil eingewoben wie sonst, sondern direkt. Er spricht schlichtweg von zwei Verfilmungen seiner Werke und grenzt für mich so und auch durch die restliche Art des Buches die gewohnte geheimnisvoll-gruselige Kingwelt aus. Daher untypisch King, weil das für mich als Stammleser des Autors einfach sehr ungewohnt war.

Gerade der ältere Stephen King ist in seiner Charakterbeschreibung und -entwicklung für mich kaum noch zu verbessern. Kaum jemand sonst hat ein derart detailliertes Auge für Menschen und ihre Eigenarten. Es ist wirklich ein Hochgenuss seine Charaktere vor dem inneren Auge aufleben zu sehen, sich an ihren Eigenarten und Menschlichkeiten zu erfreuen.
Der pensionierte Bill Hodges, der über vergangene Fälle nachgrübelt und dabei in der Öffentlichkeit gerne als Demenzkrank und verwirrt betrachtet wird, weil er sich eben für geraume Zeit in seine Gedankenwelt und Überlegungen zurückzieht.
Jerome, ein Jugendlicher aus der Nachbarschaft Hodges, der aber ebenfalls freundschaftlich mit ihm verbunden ist. Einerseits spielt er mit dem Bro-Klischee, andererseits ist er hochintelligent.
Auch Augie in der Warteschlange der Jobsuchenden ist sehr realistisch beschrieben. Sorgen, Sehnsüchte und Nöte begleiten ihn und seine nicht immer so netten Gedanken.
Jeder Charakter in diesem Buch ist derart ausgearbeitet. Man vergisst fast, dass man es mit fiktiven Figuren zu tun hat, so menschlich und echt erscheinen sie einem.
Und dann haben wir noch Brady Hartsfield, Mr. Mercedes, unseren Antagonisten. Und keine Bange, ich spoiler an dieser Stelle nicht, denn dies bekommt man als Leser bereits sehr früh zu wissen, da die Geschichte sowohl aus Hodges Sicht, als auch als Bradys Sicht beschrieben wird. Mit Brady knüpft King an eine Bösewichtliga an, der auch Randall Flagg und Leland Gaunt angehören. Ein Psychopath, wie er im Buche steht. Hochintelligent und Alles und Jeden hassend tauchen wir auch in seine verkorkste Welt ab. Gerade zu Beginn des Buches war mir persönlich das aber etwas zu viel. Brady wurde als zu böse, zu dunkel dargestellt. Ich finde das menschliche Böse meistens weitaus erschreckender. Zwar ändert sich dies im Verlauf der Geschichte etwas, aber es konnte nie ganz aus meinen Gedanken verschwinden, was aber auch eine persönliche Geschmackssache ist.

Stephen King hat sich mit diesem Werk an einer Richtung versucht, die ich fast mehr als Krimi denn als Thriller bezeichnen würde. Der Jäger und sein Gejagter, wobei sowohl Brady als auch Hodges ersteres für sich beanspruchen wollen. In Kleinstarbeit versucht der Rentnercop dem Killer auf die Spur zu kommen. Seine einzigen Hinweise sind der Brief, den er bekommen hat und die Website “Under Debbies Blue Umbrella”, über die beide anonym miteinander kommunizieren und sich provozieren können.
Auch wenn ich hier die Waagschale eher in Richtung Krimi legen würde, bedeutet dies nicht, dass King Grenzen kennt. Bereits im ersten Kapitel des Buches überschreitet er diese und lässt dies auch im weiteren Verlauf nicht aus. Er mutet seinem Leser wirklich schreckliche Dinge zu, die es dann zu verarbeiten gibt, so dass mein Herz nicht nur an einer Stelle des Buches immens schnell schlug, weil ich so mitgefiebert habe.
Auch zum Finale hin hört er hiermit nicht auf und bündelt die losen Erzählfäden in einen tollen Showdown, der für den Protagonisten aber anders als erwartet abläuft.
Trotzdem ist dieses Genre nicht wirklich meins, auch wenn mir das Buch gut gefallen hat.

King spielt während des Buches immer wieder auf kriminalistische Schriftsteller und TV-Serien an, was man auch den Kapiteln teilweise anmerkt. Besonders auffällig zum Ende hin war das für mich, als es einen Abschnitt gab, in welchem alle Erzählstränge gleichzeitig abgelaufen sind und man kaum noch zum Luftholen kam.
Enttäuscht war ich jedoch von der allerletzten Seite. “Mr. Mercedes” stellt eine Auftakt für eine Trilogie dar. Kann man in meinen Augen machen, muss man nun aber nicht. Das Buch steht auch gut für sich alleine. Um aber einen Cliffhanger zu erschaffen bedient sich King hier an einem Uraltklischee. Das kann er definitiv anders, das kann er besser und das braucht er auch nicht. Warum er also auf so eine simple und inspirationslose Art und Weise das Buch ins nächste entlässt ist mir daher schleierhaft und war für mich sehr unbefriedigend.

Zudem störte mich noch etwas anderes. Im gesamten Buch wird gehäuft das Thema Gewicht und Übergewicht thematisiert, obwohl dies für die Geschichte nicht wirklich von Bedeutung ist. Dies empfand ich als gerade zwanghaft oft hineingeschrieben. Vielleicht ist dieses Thema bei King selbst derzeit ein Thema im Leben, ich empfand dies jedoch einfach irgendwann als nervend.

Ich kann verstehen, warum so mancher Kingfan seine Schwierigkeiten mit diesem Buch hat. “Mr. Mercedes” ist untypisch und doch auch typisch King. Den Leser erwartet ein epischer, charakterstarker und spannender Krimithriller, der mit der menschlichen Psyche, dem Älterwerden und einem gestörten Massenmörder der Extraklasse daherkommt. Wer sowas sucht, der sollte dieses Buch unbedingt lesen, denn es ist sehr gut.
Aus Sicht eines Kingfans gibt es jedoch einige Dinge, die einen einfach etwas gestört haben beim Lesen, deswegen gibt es von mir nicht die volle Punktzahl.

4stars

“Mr. Mercedes” von Stephen King aus dem Heyne Verlag, 592 Seiten, ISBN-13: 978-3453269415

Buch bei amazon.de: Mr. Mercedes: Roman


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Posted 19. September 2014 by Chrissie in category Buchrezension

61 thoughts on “Mr. Mercedes – Stephen King

  1. Andreas

    Ich hoffe, hier reicht der Platz. Youtube meinte, ich darf nicht über eine bestimmte Zeichenanzahl hinaus … und sowas nennt sich Social Network…

    Eine sehr schöne Besprechung! Ich mag, wie ausführlich und wie angenehm du deine Meinung begründest. Ich finde auch, man merkt sofort, dass du den Roman nicht nur an- sondern auch sehr genau durchgelesen hast. Aus dem Grund auch meine etwas ausführlichere Reaktion:

    Im Endergebnis stimme ich dir zu. Mr. Mercedes wird nicht den gleichen Stellenwert wie ES oder Shining einnehmen. Eher wird es in Richtung Das Bild, Das Spiel oder Dolores gehen. Sowohl vom Bekanntheitsgrad als auch vom Stil her. Bei den dreien glaube ich ebenfalls, dass viele Leser von Kings Art und Weise nicht ganz angetan waren.

    Allerdings bin ich auf etwas anderem Weg dorthin gekommen. Du schreibst und sagst, King verlässt hier sein eigenes selbst aufgebautes Universum zum ersten Mal. Dem folge ich nicht so ganz. Gerade die drei “Frauenromane” sind für mich auch Beispiele von Kings Versuchen etwas anders zu machen. Zugegeben, die drei Romane passen auf den ersten Blick deutlicher in Kings Welt – Das Bild mit dem titelgebenden Bild und was dort passiert, Das Spiel und Dolores durch die Schauplätze und die magische Sonnenfinsternis. Aber auch dort ist das in meinen Augen nicht der wichtige Teil. Wichtig dort ist ebenfalls die rein menschliche Bewältigung einer immens großen Gefahr für das eigene Leben. Und nur durch die Veränderung der Protagonistinnen und hier durch die Veränderung von Bill Hodges war eine Lösung überhaupt möglich. Es gibt keine Außerirdischen, oder meuchelnde Clowns oder ein fieses Auto. Es ist realistischer, weil der Horror in dem Fall ganz natürlichen Ursprungs ist.
    In meinen Augen ist das auch das Problem von vielen Fans. Das Grauen ist nicht so offensichtlich. Es springt nichts mit Fell und Pranken aus dem Schrank, sondern es ist mitten unter uns.

    Veränderung ist auch ein anderer Stichpunkt: Ich kann es nachvollziehen, dass das Gewichtsthema sehr, sehr aufdringlich wirkt. Aber Hodges’ Gewicht ist – zusammen mit dem typischen Hut eines Detectives – das offensichtlichste äußerliche Merkmal von Hodges Veränderung. Und genau das ist wichtig, damit er den Fall lösen kann. Er muss aus seiner körperlichen und geistigen Lethargie herauskommen um gegen den zu Beginn allmächtigen Killer eine Chance zu haben.

    Hartsfield hätte ich auch noch auf der Liste. Für dich ist er zu böse? Hmm, ja und nein. Ich finde seine Veränderung als Unterlegener von Hodges beinahe zu schnell und zu simpel. Er hat es hinbekommen, eine andere Person auf ebenso perfide wie intelligente Art und Weise in den Suizid zu treiben und wird durch ein paar Chatnachrichten komplett aus der Fassung gebracht? Das ist mir zu einfach. Dass er wirklich alles und jeden hasst, kann ich dagegen sehr gut nachvollziehen, weil ich es sehr ähnlich schon in meinem Bekanntenkreis erlebt habe. Er ist Ende 20, rackert sich in zwei absolut miesen Jobs ab, hat so gut wie keine Chance auf eine Beziehung, da die einzigen weiblichen Bekannten die er hat seine Mutter, eine Lesbe und eine in seinen Augen hässliche Frau sind. Er ist extrem frustriert, weil er seinen größten Erfolg nie herausposaunen kann. Dazu kommt die Idee, dass er selbst viel besser, intelligenter und eigentlich auch attraktiver ist als alle um ihn herum. Er ist ein introvertierter Narzisst. Er weiß, dass er der Größte ist, hält aber seine Klappe, was in meinen Augen ein fieser Teufelskreis ist, aber ihn auf irgendeine Art glaubwürdiger macht. Noch gemeiner in meinen Augen: Ich habe soetwas wie Mitleid und weiß, dass Hartsfield das noch wütender machen würde.
    Aber wie gesag, mein größtes Problem ist nicht Kings Darstellung von ihm, sondern sein Zerfall. Und musste King mit der groben Kelle die Inzuchtkarte austeilen? Wahrscheinlich ja, um den Gegenpol zu Hodges und Janey wirklich jedem aufzuzeigen, aber das fand ich zu unmotiviert, zu plump. So wie du mit dem Ende.

    Bei dem bin ich übrigens wieder bei dir – nicht, dass du denkst ich finde deine Besprechung schlecht. Ganz und gar nicht! 🙂 Mir ging es ähnlich als ich es gelesen habe. Da war von der Trilogie noch nichts bekannt, von daher ging meine Meinung eher in die Richtung, dass er damit die typschen Hollywood-Thriller auf’s Korn nimmt. So bleibt aber eher ein fader Nachgeschmack übrig. Allerdings, die letzten zwei Sätze finde ich wiederum großes Kino. Ewige Liebe gibt es nur in der Familie, hm?
    Ob dagegen wirklich alle Charaktere in “Finders Keepers” auftauchen glaube ich nichtmal. Wie King angedeutet hat ist das Attentat wieder der Aufhänger, aber es wird andere Charaktere auf jeden Fall geben. Ich hatte es an einer anderen Stelle geschrieben. Ich könnte mir auch gut vorstellen, King beleuchtet das Mafia-Leben in der Stadt noch etwas genauer. Da habe ich nämlich nicht wirklich verstanden, warum das unbedingt noch mit eingestreut werden musste.

    So, zum Ende hin zu meinem Lieblingsthema: Die Querverweise. Ich behaupte ganz dreist, dir sind die Verweise die er mit grinsendem Gesicht geschrieben hat, nicht aufgefallen. Die Band ‘Round Here wird die Lieblingsband von Abra Stone. Der Roadie, der zu bekifft war, um den Herzinfarktspatienten zu helfen, hat ein T-Shirt mit Judas Coyne aus Joe Hills “Blind” an. Und der Zoneys GoMart stammt eigentlich aus “Save Yourself” von seiner Schwiegertochter Kelly Braffet. Die olle Clownsmaske und der Verweis auf den John-Carpenter-Film sind zu einfach, das stimmt. Dass er Trelawney und Hodges die 19 an ihre Benutzernamen hängt ist fast schon ein Augenrollen wert. Die nicht so leicht zu findenden Querverweise finde ich aber extrem genial. Und noch ein perfider Seitenhieb ganz zu Anfang: Stan Uris hatte einen Sessel der gleichen Marke wie Hodges bevor er ein extrem blutiges Bad nimmt.

    Bin ich schon über 800 Wörter? Egal, wie ganz am Anfang geschrieben, ich mag deine Besprechung des Buchs sehr und in meinen Augen hat der Roman ebenfalls vier von fünf Punkten verdient. Und das schöne für Kingfans die auf Blutiges und Mysthisches stehen: “Revival” wird wohl wirklich fies und grausig. Woohoo! 🙂

    Cheers!
    Andreas

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    1. Chrissie (Post author)

      Wow, erstmal vielen Dank für deinen ausführlichen und fundierten Kommentar.
      Ich finde am Bloggen und an Booktube bei einigen immer schwierig, dass ein Buch (welches auch immer) mit fadenscheinigen Worten bewertet und abgestempelt wird. Ich gebe auf meinem Kanal und auf meinem Blog ja nur meine eigene Meinung von dem entsprechenden Buch wieder und so sollte es für mich auch rüberkommen. Man sollte verstehen, warum ich die Dinge wie auch immer sehe und weshalb meine persönliche Wertung dann entsprechend aussieht. Zudem Lese ich jedes Buch aufmerksam durch. Ich weiß, viele überfliegen auch immer mal wieder, aber das ist nicht meins. Ich lese bereits seit vor der Schulzeit (was für ein deutsch) und ich gehe in jedem Wort, in jedem tollen Satz, der mich fängt, einfach auf. Daher versuche ich jedem Buch mit meiner Meinung gerecht zu werden.

      Von den von dir aufgeführten Romane mochte ich übrigens “Das Bild” sehr gerne, von meinem Freund ist es sogar das Lieblingsbuch (wenn er auch seit einigen Jahren kaum noch liest und nicht so viel von King kennt wie ich, aber dennoch ansehnlich viel). Für mich braucht King auch keinen übernatürlichen Horror. Den kann er zwar auch sehr gut, aber grandios schafft er es in meinen Augen den zwischenmenschlichen Horror zu schildern und über wahre Gefühle zu schreiben. Siehe auch “Die Verurteilten oder Die Leiche, die für mich wirklich zu den Perlen seiner Kurzgeschichten gehören.
      Dennoch steht bisher allein “Mr. Mercedes” für mich gefühlsmäßig ein wenig außen vor, wenn ich auch zugeben muss, dass du Recht hast. Alle Abspielungen habe ich nicht entdeckt. Klar, die 19 war für mich nicht der Rede Wert, das wissen eh nur die Turm-Junkies. Und mein Sohn, der komischerweise ab und an mit dieser Zahl um die Ecke kommt. 🙂 Judas Coyne war mir auch aufgefallen, da musste ich auch etwas grinsen, aber der von dir aufgeführte Rest war mir wirklich nicht bewusst. Abras Lieblingsband hatte ich mir aber auch einfach nicht gemerkt, muss ich ehrlich gestehen. Ich bewundere euch von stephen-king.de da immer sehr, dass ihr selbst die kleinsten Anspielungen entdeckt und für mich scheinbar alles wisst aus dem Kinguniversum. Ich tue das gewiss nicht.

      Bei Hodges haben mir die Anspielungen auf das Gewicht gar nicht mal so gestört, aber Brady sprach ja zudem auch bei gefühlt jeder zweiten Figur von fett etc. Das war mir irgendwie zu viel irgendwann, zu penetrant. Zu den Veränderungen an sich, was die Charaktere anbelangt, stimme ich dir zu, da verstehe ich auch durchaus, warum, wieso, weshalb. 🙂

      Zu Beginn wurde mir Brady zu böse dargestellt. Da gab es für mich gefühlt nur “Ich bin nicht zu übertrumpfen und hasse alles und jeden” und das war es dann. Im Laufe der Geschichte ändert es sich ja dann und gerade zum Schluss hin bekommt er ja doch menschliche Züge, dennoch bekam ich beim Lesen meinen Anfangseindruck nie ganz aus dem Kopf raus.
      Aber es stimmt schon, der geniale Mercedeskiller wurde schnell zu einer pubertär reizbaren Bombe. Ich hätte mir hier noch etwas mehr Psychologie gewünscht. Das störte mich übrigens auch etwas an dem Autobombenanschlag. Hodges hat für mich da zu unemotional reagiert, zu kalt. Wurde ja erklärt, aber ob man das wirklich so schafft in einer solchen Situation? Ich weiß es Gott sei Dank nicht. Warum hat Brady da so schnell aufgegeben? Er wollte Hodges doch eigentlich fertig machen. Mal sehen, was da noch kommen wird.

      So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen. 🙂 Danke nochmals für deine wirklich fundierte Äußerung und deine netten Worte. Und selbst wenn du meine Meinung scheiße finden würdest, wäre das auch OK, denn es ist meine und nicht deine. 🙂
      Und auf “Revival” freue ich mich auch schon sehr, auch wenn ich keine Ahnung habe, worum es gehen soll, außer eben um Horror. 😀

      LG Chrissie

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      1. Andreas

        Hahaha! Ich kann dir so gut nachfühlen. Diese wunderbare Welt der Amateurblogger. Ich glaube fast, nur die Welt der Rezepte- und Kochblogger ist noch schlimmer als Literaturblogger 😀
        Ich gebe dir vollkommen recht. Es scheint bei vielen Blogs so, als würde der Klappentext, die ersten 20 und die letzten 10 Seiten gelesen. Vielleicht noch irgendwoher die Inhaltsangabe oder eine andere Rezension und dann ab dafür. Grausig – vor allem dann, wenn die Blogs in die Höhe gelobt und mit Rezensionsmaterial überhäuft werden :-/

        Aber das ist ein ganz anderes Thema, denn solche Blogger sind es in meinen Augen nicht wert, Zeit aufzuwenden und solche teilen wir auch nicht auf unserer Facebook-Seite 😀

        Du hast so recht mit dem zwischenmenschlichen Horror. Ich hatte mir eigentlich “Die Verurteilten” und “Die Leiche” für ein mögliches folgendes Contra aufgehoben, aber du nimmst mir die Worte quasi von der Tastatur. King ist in meinen Augen kein “Meister des Grauens”, kein “King of Horror”. Er portraitiert die Amerikanische Gesellschaft. Und inzwischen schafft er das Abbild der dritten Generation. Carrie White, Danny Torrance und so weiter waren die ersten. Andy Dufresne, Alan Pangborn, Thad Beaumont die Zweite und jetzt eben die etwas älteren Herrschaften. King hat selbst gesagt, dass er nur dann schockt, wenn ihm nichts mehr besseres einfällt und das passt so gut zu ihm. Für mich bleibt “Shining” einer der größten Romane und bisher der einzige, bei dem ich mich beim Lesen erschrocken habe. An der Stelle als Dannys Schrei zu hören ist, hat es eine Weile gedauert, bis ich weiterlesen konnte. Nicht, weil das Hotel wahnsinnig ist und übernatürliche Fähigkeiten hatte, sondern weil King Dannys Vater so extrem real über die Klippe hat springen lassen, dass man den Eindruck hatte, der Junge ist tot.

        Ein besonderes Beispiel hab ich noch. “Das Schreckgespenst” hat etwas überatürliches, in der Tat. Aber das ist in meinen Augen nur wichtig für die Pointe zum Schluss. Die ganze Zeit vorher ist das Gespenst sowas von egal, aber King schürt innerhalb weniger Seiten so extrem den Hass auf den Familienvater, dass der Leser wahrscheinlich sehr gern selbst in den Schrank gestiegen wäre.

        Das ist auch der Grund warum King in meinen Augen in Amerika so angesehen ist. Er hat dort bedeutende Literaturpreise bekommen, weil man durch seine gereiftere Literatur erkannt hat, was er da eigentlich produziert. Er tritt zusammen mit ernsthaften Autoren auf und niemand findet das in den USA wirklich merkwürdig. Das heißt auch, er ist in den Regalen vieler gewöhnlicher Leser. Was dagegen hier bei uns passiert ist ernüchternd und teilweise unfair dem Autor gegenüber. Und bei Gelegenheit und Langeweile auch was langes geschriebenes wert, aber nicht hier, denn das ist deine Show 🙂

        Ich glaube, ich ahne was du mit dem alleinstehen meinst. Der ganze Roman fühlt sich nicht so an, als würde er zu den anderen passen. Zugegebenerweise war Mr. Mercedes auch einer der wenigen Kingbücher, wo ich mir die Schauplätze nur sehr schwer vorstellen konnte. Ich habe sonst immer Bilder von den Charakteren und den Orten im Kopf. Wenn es wirklich gut ist, höre ich die Dialoge und lese sie fast nicht mehr. Aber Mr. Mercedes war teilweise anders. Ganz so, als würde King versuchen eine bestimmte Stimmung überall in der Stadt zu kreieren, nur verzettelt er sich da ein wenig.

        Du hast recht mit dem Anschlag. Überhaupt wirkt dieser ganze Teil für mich wie ein Fremdkörper. Zu rasant geht es von statten und die Atmosphäre kurz davor ist fast schon freundlich und fröhlich. Nach einer Beisetzungszeremonie? Sehr merkwürdig. Und dazu dann das schon stoisch professionelle von Hodges im Anschluss. Obwohl, man könnte es auch so deuten, dass er zu dem Punkt wieder bei seinen 100% angekommen ist. Kühl, berechnend, fast emotionslos, gnadenlos wie ein Bluthund auf der Jagd nach seiner Beute. Daher auch die Abfuhr von Janeys Tante am Telefon. Sie steht ihm im Weg. Wenn ich mich richtig erinnere, ist er danach auch nicht mehr um Jerome und dessen Involvierung in den Fall besorgt, oder doch? Trotzalledem wirkt es – jetzt wo ich so gedankenversunken vor mich hintippe – als wäre durch Hartsfields Kartonbombe ein Schalter umgeworfen worden. Ab dem Moment ist Hodges auf einem ähnlichen Trip wie Hartsfield. Wie ein führerloser Zug, den nur noch die Endstation aufhalten kann. Der Sieg über den Gegner und dessen absolute Vernichtung.

        Die Einführung von Holly dagegen ist so kurzweilig, dass ich zuerst Bedenken hatte, King lässt sie bis zum Ende “unterentwickelt”. Wobei ich ihm aber wieder zu Gute halten muss, dass er durch den Einschub zum Finale so viel so gut erklärt, dass ich zu dem Zeitpunkt über ihren tapsigen Beginn wieder hinweg sehen könnte.

        Bradys Abschwung ist in der Tat ein kleines Fragezeichen am Sternenhimmel. Fast so, als wäre seine ganze Planung nicht auf einem soliden Fundament sondern auf einem Kartenhaus aufgebaut, welches bei Hodges’ erster Reaktion anfängt zu bröckeln und später bei dem von ihm selbst verschuldeten Unfall komplett in sich zusammenfällt. Umso fragwürdiger war für mich da die Ruhe und das Glück mit dem er durch die Einlasskontrolle kam. Wiedermal eine von einigen Stellen bei Kingromanen wo ich mich frage, wie gemein King sein kann. Hartsfield hat es nicht verdient so leicht zu seinem Ziel zu kommen, verdammt!

        Haha, wenn ich deine Meinung scheiße finden würde, hätten beide Kommentare anders ausgesehen 😀 Wie oben geschrieben, man merkt, dass du wirklich Zeit mit dem Buch und allem drumherum investiert hast. Das ist – so altbacken es klingt – extrem lobenswert und in meinen Augen auch wert, dass du Zeit von uns Lesern zurückbekommst. Dass du dann nochmal ordentlich Zeit für deine eigene Reaktion darauf spendierst, ist umso schöner 🙂 Ich glaube, es gibt nur wenig schlimmeres als ein “finde ich auch.” oder “Toll, weiter so!” auf ein 14-Minuten-Video oder 800-Wörter-Beitrag zu finden

        Viele Grüße zurück!
        Andreas

        p.s. Alles wissen wir auch nicht, aber inzwischen haben wir ganz zuverlässige Quellen, dank einiger fleißiger Fans 😉

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        1. Chrissie (Post author)

          Na ja, ich bin ja auch eine Amateurbloggerin und Youtuberin. Deswegen stehe ich mit dem Wort “Rezension” auch etwas auf Kriegsfuß (auch wenn ich es selbst verwende). Eine richtige Rezension nimmt ein Buch ja von vorne bis hinten auseinander, beleuchtet im besten Fall alle Seiten objektiv und hinterlässt abschließend einen “allgemeingültigen” Blick und eine dementsprechende Wertung auf das Buch. Das mache ich alles nicht. Ich lese gerne und kann das in privaten Kreisen nicht wirklich teilen. Mein Freund liest seit Jahren maximal 3 Bücher pro Jahr und ansonsten bin ich durch meinen Einschlag in den Horror-/Gruselbereich bei vielen eh unten durch, was meinen Lesegeschmack betrifft. Wobei ich da Joe Hill gerne zustimme. Er sagte ja letztens in diesem YT-Stream-Interview, dass guter Horror die Missstände der Gesellschaft porträtiert und so ist es ja auch. Mag sich komisch anhören, aber ich hab immer noch Gänsehaut, wenn ich an das Ende von “Menschenjagd” denke, wo das Flugzeug in das Hochhaus kracht. Das Buch hatte ich nach 9/11 gelesen und deswegen hat es für mich einen ganz besonderen Beigeschmack. Aber zurück zu dem, was ich eigentlich sagen wollte. Ich bin auch kein Profi, ich mach hier auch nur mein Ding (und das bestimmt auch nicht immer glänzend), aber ich geb mir eben Mühe damit. Ich ärgere mich über Buchkommentare, wie zum Beispiel letztens, als ich zu “Puls” zu hören bekam (sinngemäß): Der Mensch und das ach so böse Handy und es geht um den Protagonisten – wie heißt er gleich noch mal – Clayton, der zusammen mit seinem Sohn einen Ausweg aus der Sache sucht. …
          Pho pho dich dich? (Ich mag Puls aber auch sehr gerne 🙂 ).
          Ich finde eben: Entweder sage ich was Fundiertes oder ich hab nichts zu sagen und halt dann auch meinen Mund. So, das zum Thema Amateur. 🙂

          Ich liebe ja die Dunkle Turm Reihe, daneben ist tatsächlich “Todesmarsch” mein liebstes Buch von King. Erschrecken tue ich mich selten bis nie beim Lesen (wobei ich bei Mr. Mercedes tatsächlich heftiges Herzklopfen hatte, gerade bei der Autobombe). Neben Eddies Ende (ich weine immer noch, wenn ich daran denken muss 🙂 ), weiß ich tatsächlich nicht, ob der für mich gruseligste Moment von King oder von Peter Straub kommt. In “Das schwarze Haus” gibt es ja die Szene, wo Henry in dem Tonstudio sitzt (und unwissentlich seinem Ende entgegenläuft). Warum auch immer, aber damals beim Lesen fand ich diese Szene so schlimm und heftig, da hatte ich wirklich Angst. Hat mich wahrscheinlich genau richtig erwischt. 🙂

          Du darfst dich gerne so lange über dieses Thema auslassen wie du magst. 🙂 Und wenn nicht hier, dann gibt es noch eine eMail: chrissieskleinewelt@googlemail.com 😉

          Genau das meine ich: Das Gefühl beim Lesen war irgendwie anders. Ich fühlte mich nicht in der Kingwelt, sondern in einer andere guten. Klar, der Schreibstil von King war da, keine Frage, aber es fehlte mir persönlich etwas vom Lesegefühl her, das ich kaum richtig beschreiben kann.

          Die Autobombe sollte bestimmt den Wendepunkt darstellen und damit auch Hodges endgültig aus seinen Zweifeln und seiner Lethargie reißen. Trotzdem: Hätte danach nicht erstmal Verzweiflung und Emotion pur kommen können? Er hatte sich schließlich in sie verliebt und hebt dann ihren abgetrennten Arm in seiner Jacke auf. Vielleicht bin ich auch zu wenig Cop, aber ich hätte nicht als allererstes Holly gedrängt zu leugnen, dass Hodges und Janey sich näherstanden etc. Entweder wäre ich beim Anblick zusammengebrochen oder ich hätte geschrien oder in den Trümmern gewühlt oder was weiß ich. Danach hätte dann immer noch die Rache kommen können (wobei sich Hodges auch danach immer wieder fragt, was er Jerome und Holly antut, aber er lässt sich schneller von ihnen überzeugen).

          Als Holly eingeführt wurde hab ich ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet, dass sie eine so große Rolle bekommen würde. Irgendwie habe ich das ganze Buch über immer darauf gewartet, dass Augie Odenkirk nochmals verkrüppelt auftaucht und mitmischen wird (auch wenn das logische Denken das natürlich bestreitet, wenn die beiden unter ihm Marmelade wurden). Er ist bei den Opfern ja auch nie erwähnt worden. Hm, vielleicht kommt ja noch was. 😉

          Was mich beim Bradys Finale eher verwunderte war das Bild von Frankie, das auf einmal eine große Rolle spielte. Zuerst erschien es mir immer so, als würde er seinen Bruder nur als lästig empfinden, auch jetzt noch. Und dann dieser Umschwung. Gut, damit kommen wir am Ende zum Anfang zurück, zur ersten Tat, die Brady begangen hat und die er so vielleicht bereut. Trotz alledem frage ich mich nach wie vor, warum Brady so wurde, wie er dann war. So immens schrecklich fand ich seine Kindheit nicht, da habe ich wesentlich Schlimmeres erlebt. Vielleicht liegt das aber auch nur an mir, dass ich immer eine Begründung habe möchte, warum jemand derart böse geworden ist. Vielleicht fällt es mir trotz der Welt, in der wir leben, schwer zu glauben, dass jemand einfach nur so böse ist. Was genauer betrachtet ja noch viel schrecklicher ist als ein verschuldetes Böse.

          Ich staune immer über die Kingfans, die für mich gefühlt alles wissen. Ich hab ja auch noch immer nicht alle Bücher von King gelesen, weil ich gerne noch ein paar ungelesene im Regal stehen habe, wenn mich die Lust auf meinen Lieblingsautor packt. Zudem tue ich mich mit Namen etc. eh sehr schwer. Manche Sachen geraten dann irgendwann einfach in Vergessenheit bei mir. Hat aber auch seine Vorteile, so kann ich nach einiger Zeit ein Kingbuch ganz neu entdecken, was ich bereits gelesen habe. 😀

          LG Chrissie

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        2. Chrissie (Post author)

          Ach so, was ich vergessen habe: Meinst du mit den Mafiasachen das mit dem ATF? Ich musste da total (mal wieder) an SoA denken. 🙂

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          1. Andreas

            Hach, ist das toll, dass man die Eingabefelder vergrößern kann 😀

            Ja, du gehörst in der Tat zu dem großen Haufen Bloggern. Aber der Unterschied bei dir ist, dass man als Zuschauer und Leser merkt, dass da Enthusiasmus und auch Erfahrung dabei ist. Und das hebt dich von der Masse ab. Auf der anderen Seite wäre ich gar nicht so wählerisch mit dem Begriff der Rezension. Selbst professionelle Rezensenten gehen nicht ins letzte Detail. Davon, dass auch gut bezahlte Journalisten oder Feuilletonisten auch auf den Holzweg kommen können, will ich gar nicht reden. Die Moderatorin der Lesung von Stewart O’Nan ist oberste Literaturchefin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat behauptet, sie wäre ja auch ganz normal und könne deshalb O’Nan sehr gut nachvollziehen. Was für ein Schwachsinn, aber das ist eben genau das Schubladendenken der deutschen Literaturbesprechung …

            Im Gegenteil dazu dann mitzuerleben, wie etwas aus freiem Interesse und ohne geschäftlichen Zwang entsteht, finde ich deutlich spannender. Das habe ich auch bei unseren Kingprojekten auf der Seite oder meinem eigenen Blog gemerkt. Zeit, die man investiert um es einem potentiellen Publikum recht zu machen, ist in meinen Augen für uns “Amateure” weitestgehend verschwendet. Alles, was an positiven Reaktionen, Lob und hilfreichen Kommentaren kommt ist der Bonus. In dem Fall wird man von solchen Reaktionen wie du sie auch erlebt hast, nicht zu sehr enttäuscht oder irritiert 🙂

            Was ich damit schreiben will: Es ist deine kleine Welt und ich finde es angenehm Gast zu sein 🙂

            Ach ja, was die äußerst limitierten Gesprächspartner zum Thema King und Horror angeht, kann ich dir sehr gut nachfühlen. Menschen schauen einen sehr merkwürdig an, wenn sie den Autorennamen hören, oder in der U-Bahn lesen. Was für ein Glück, dass es das Internet gibt 😀 Obwohl mich die hohe Anzahl an weiblichen Kingfans bei Facbeook schon überrascht hat. Ich dachte immer, es gebe mehr männliche verrückte Horrorfans 😀

            “Todesmarsch”? Echt? Ich hatte dort meine Bedenken beim Lesen, weil ich mir nie vorstellen konnte, dass Kinder über 100 Meilen am Stück laufen können. Die bedrückende Stimmung bei den ersten Bachmanromanen finde ich aber extrem faszinierend. Die Pseudonymgeschichten vor “Der Fluch” zusammen mit “Carrie”, der Beginn von “Das letzte Gefecht” und ein paar der ersten Kurzgeschichten von King – “Kains Aufbegehren” zum Beispiel – sind so wahnsinnig dunkel geschrieben, dass ich teilweise denke, dass King eine extreme innere Wut und Bedrücktheit zu verarbeiten hatte. Eine sehr, sehr böse Welt, die er da gezeichnet hat.

            Die Szene von “Das Schwarze Haus” war wirklich sehr speziell. Ich fand Henry fast noch sympathischer, vor allem aber lustiger, wie Jack Sawyer, von daher habe ich auch ordentlich schlucken müssen. Eddies Tod war gar nicht so das Problem bei mir. Er ist eine sehr interessante Figur, gerade weil seine Intelligenz hinter so vielen dummen Sprüchen sitzt. Aber er war mir nie der große Favorit. Jakes Ableben dagegen war deutlich härter. Teilweise weil es so unnötig war, aber vor allem weil nach Eddies Leben für mich irgendwie klar war, dass Roland allein zum Turm muss und damit eine Lösung für jedes Mitglied seines Ka-Tets gefunden werden musste. Und wie King sich den Abschied von Charakteren vorstellt, wissen wir inzwischen gut genug 🙂 Aber wie Roland dann den wahrscheinlich besten seiner Söhne verliert, weil zwei Menschen unserer Welt so einen Scheiß bauen, ist brutal gewesen. Aber das ist wieder so ein Thema, bei dem ich am liebsten mich zwei Monate einschließen und meinen Kopf von den ganzen Meinungsschnippselschleifen entdröseln würde.

            Aber darin ist King auch so exzellent. Charaktere aufzubauen und sie dann in den Abgrund zu stürzen. Wie Augie auch. Ich war extrem beeindruckt, wie schnell ich mich in ihn hineinversetzen konnte. Leider gibt es keine guten Nachrichten für dich. Er steht auf Kings Opferliste, die er im Netz veröffentlicht hat unter den endgültigen Austritten.

            Mit dem Wendepunkt durch die Bombe könntest du recht haben. Obwohl überzeugt davon bin, dass King den wichtigsten Moment ganz an den Anfang des Romans gesetzt hat. Hartsfields Stern (Ha, deswegen also “Mercedes” – wegen dem Stern! :-D) ist seit dem Anschlag – und eigentlich schon seit der Entwicklung des Fernschlüssels – am Aufgehen. Er ermordet ungeschoren viele Menschen mit einem Wagen und im Anschluss nur allein durch Worte und sein technisches Geschick eine weitere Person. Hodges’ Himmelskörper dagegen im Sinkflug mit dem bedrückenden Höhepunkt im Sessel vor dem Fernseher und der Waffe griffbereit.

            Aber der Brief ändert alles. Eigentlich bis der Bombenanschlag die Kurven wieder in eine andere Richtung dreht. Erst dann haben beide keine Skrupel und nichts mehr, was sie zurückhält. Fast so, als hätten die Situationen sie zu gleichwertigen Gladiatoren in einer Schlacht gemacht. Es wirkt durch den stetigen Sprung zwischen den Charakteren zwar wirr. Aber je länger ich darüber grüble, ist es ziemlich geradlinig und zielstrebig. Deswegen auch das Fehlen von Trauer. Hartsfield hat auch nicht wirklich getrauert. Der Tod seiner Mutter hat ihn in meinen Augen komplett rot sehen lassen. King hat das Gegenüber dazu zu komplettieren versucht. Dass Hodges nicht so sehr nachvollziehbar handelt, nimmt er wahrscheinlich in Kauf. Dadurch würde sich auch der rasante Verfall von Hartsfields Position erklären. King hat nicht so viel Platz, sonst wäre der Roman in den Regionen von ES oder Der Anschlag.

            Ich bin bei dir, was Frankie angeht. Diese Vernarrtheit in dieses Bild ist schon sehr merkwürdig. Selbst das Einstreuen seines Bruders wirkt, als hätte King versucht, sehr deutlich zu machen, dass Hartsfield schon immer den Einschlag eines Psychopathen hatte. Als wäre er zu dem geworden, weil sich seine Eltern getrennt und er seinen Bruder nervig gefunden hat. Wie du selbst geschrieben hast, das als Erklärung wirkt nicht wirklich nachvollziehbar, sonst würden wir wohl von vielen weiteren ähnlich gelagerten Fällen in unserer Welt hören. Aber ich würde behaupten, Hartsfields Aufwachsen ist nicht Kings Welt. Er hat mit solchen Menschen wahrscheinlich wenig Erfahrungen. Und ich bin mir nicht sicher, ob er jemals glaubwürdig den Werdegang eines Psychopathen erklärt hat. Selbst Harold Lauder aus “Das letzte Gefecht” fand ich zwar schockierend kalt und morbide. Aber das “wie” ging mir etwas zu leicht.

            Genau, die kleine Geschichte, wie sie den Waffenschieberring durch Zufall hochgenommen haben. Wer weiß, vielleicht muss Hodges ja nächstes Jahr den verzweifelten Amoklauf eines Mafiosos stoppen, der seine Nichte bei dem Anschlag auf die Jobmesse verloren hat und dessen Cousin jetzt im Knast sitzt 🙂

            Hahaha, ich hab gestern deinen SuB gesehe. Alpträume und Abgrund fehlen dir wirklich noch? Obwohl du Sunset gelesen hast? Oha! Aber abgesehen davon ist das was du noch vor dir hast sehr beeindruckend. James Herbert war zusammen mit Mo Hayders “Vogelmann” mein erster Schritt in Richtung Schund- und Psycholiteratur und weg von dem, was man der Jugend so angetan hat “damals”. Und so breitgefächert belesen zu sein lässt mich wahrscheinlich mehr staunen als mein Möchtegernwissen über King dich 🙂 Und das Wiederentdecken kenne ich auch sehr gut! Besonders, wenn sich dadurch die Erinnerungen an ganze Teile vom Buch plötzlich wieder herstellen 😀

            Viele Grüße,
            Andreas

          2. Chrissie (Post author)

            Vielen Dank für die netten Worte zu meinem Quatsch, den ich hier immer verzapfe. 😉 Es freut mich wirklich immer wieder zu hören, dass ich mit meiner Art und Ehrlichkeit und das ich mich eben nicht verbiege auch so aufgenommen und gesehen werde. Das heißt für mich immer, dass ich irgendwas nicht ganz so falsch machen kann, auch wenn ich wohl trotzdem niemals zu den großen Buchtubern bzw. Buchbloggern gehören werde. Aber scheiß drauf, bin schon immer gegen den Strom geschwommen. 🙂

            Es geht bei mir nicht nur um limitierte Gesprächspartner. Ich wohne und lebe ja im hohen Norden Deutschlands, der ja weitesgehend immer noch recht altbacken ist. Wenn ich Nachtdienst habe, dann nehme ich immer ein Buch für die Pause mit und hab es danach einmal zu lange liegen lassen. Tja, es war da natürlich ein Zombiebuch und seitdem bin ich im Kollegium natürlich verschrien. 🙂
            Aber ich denke schon, dass es im Grunde mehr männliche als weibliche Horrorleser gibt. Ich denke einfach, dass Männer weniger darüber reden als Frauen, die sich ja irgendwie immer mitteilen müssen. 😀

            Ich mag gute Dystopien und “Todesmarsch” gehört für mich dazu. Zudem finde ich die Entwicklung der Jungen sehr spannend und das Ende grandios. Ich mag solche Enden, wenn sie passen. Enden, die einen einfach schockiert zurücklassen. Kann King ja auch gut, siehe z.B. “Puls” oder das Ende der Turmsaga.
            Bachman ist für mich eh anders als King, direkter, härter, drastischer, realistischer. Finde ich immer wieder faszinierend zu sehen, wie anders er jung geschrieben hat.
            Ich finde es teilweise auch wirklich erschreckend, wie autobiographisch viele seiner Romane sind. Ich möchte nun nicht behaupten ich wäre ein Experte, was das Leben von King betrifft, aber was ich weiß und woraus dann eben oft Bücher geworden sind, das finde ich schon heftig.

            Bei der zweiteiligen Talismanreihe fand ich immer die Sidekicks besser als Jack selbst. Im ersten Band Wolf (und auch da war ich am Boden zerstört) und im zweiten dann eben Henry.
            Für mich war Eddies Tod so besonders schlimm, weil er so plötzlich kam. Peng und auf einmal wurde alles dunkel und er ruft nach Suze. Da war ich wirklich fertig. Bei dem, was danach kam, rechnete ich dann ja damit, aber Eddie war wirklich schlimm. Neben Oy ist er zudem auch mein Lieblingscharakter der Serie.
            Was ich mich gerade frage: Hat King vielleicht in allen Toden des Ka-Tets seinen Unfall verarbeitet und nicht nur in dem offensichtlichen von Jake?

            Das mit Augie war auch mehr ein Wunschdenken. Logischerweise kann er ja gar nicht überlebt haben, wenn selbst die, die er mit seinem Körper beschützen wollte, zu Muß verarbeitet wurden. Aber cool hätte ich es irgendwie doch gefunden. 🙂

            Den ersten Brief an Hodges von Brady fand ich richtig genial. Der hatte so viel Atmosphäre etc. Das Buch fängt auf jeden Fall mit dem Prolog sehr stark an und der Brief fängt diesen dann auf und belässt das Buch auf dieser Höhe, anstatt es absacken zu lassen. Richtig gut.

            Wer kann Psychopathen schon so richtig gut und realistisch beschreiben? Eigentlich nur Psychopathen selbst, denn wie der Begriff an sich ja schon andeutet ist bei denen die Psyche kaputt. Wie soll also ein gesunder Mensch nachvollziehen, was sich in einer kranken Psyche wirklich abspielt? Unter diesem Gesichtspunkt macht King das schon wirklich gut, wie ich finde. Bei ihm meckert man ja eh auf hohem Niveau, wie ich finde. 🙂

            Gibt es eigentlich einen Roman von King, den du nicht magst? Von den von mir bisher gelesenen Büchern ist das bei mir der Werwolf von Taker Mills. Das konnte mich wirklich nicht packen, das fand ich nicht gut.

            Wer weiß, ob das wirklich einen Sinn für später hatte oder nicht eben doch einfach nur ein Abschweifen war, damit eben kein Polizist ansprechbar war, als der Showdown begann. Wir lassen uns mal überraschen. 🙂

            Ich finde es immer schwer meinen Lesegeschmack zu beschreiben. Die Geschichte muss mich einfach packen, aus welchen Gründen auch immer. “Der Vogelmann” war wirklich genial, auch noch die nächsten zwei/drei Romane um diesen Ermittler. Gerade im dritten Buch (?) die Szene im Wohnwagen zum Schluss war echt… Woa… Das ging mir sehr nahe. Danach mag ich diese Reihe aber nicht mehr und habe sie irgendwann abgebrochen.
            Von James Herbert hab ich auf Empfehlung vor einigen Jahren die Rattem-Reihe gelesen und fand die richtig, richtig gut. Danach stand für mich einfach fest, dass ich von ihm alles lesen will. Vieles, was auf deutsch erschienen ist, hab ich mittlerweile auch daheim und lese immer mal wieder etwas. Leider ist er letztes Jahr ja verstorben…
            Von King subben vor allem noch seine Kurzgeschichtenbände und die Bücher, von denen ich die Filme schon gesehen habe. Nach und nach kommen die aber auch noch alle. Und dann fehlen mir auch noch wenige Bücher an sich, die ich noch nicht besitze. Aber mit meinen mittlerweile über 100 Büchern von ihm ist meine Sammlung gar nicht mal so schlecht. 🙂 Sunset hatte ich damals bei Erscheinen gelesen, die anderen Bände sind ja älter und subben wahrscheinlich daher noch.

            Viele Grüße
            Chrissie

  2. Andreas

    Hahaha, “Quatsch” nennst du das also? Na gut, wie du magst 😀 Die Frage ist ja, ob dir der große Erfolg wirklich so wichtig ist. Ich würde mal stark behaupten, du würdest nicht wirklich gern ein Buch anders beurteilen, nur weil es eventuell bei der großen Masse gut ankommt, oder?

    Das mit dem Abstempeln ist aber nicht nur bei euch da ganz oben so. Habe das in Mittel- und Südwestdeutschland genauso kennenlernen dürfen. Gerade die etwas alteingesessenen Kollegen sind da schmerz- und lernbefreit. Was ich gaz persönlich nervig finde. Besonders, wenn man dann doch herausbekommt, was der ach so hochgeschlossene Abteilungsleiter auf manch einer Geschäftsreise durchgezogen hat 🙁 Hoffentlich lässt man dich die Abneigung nicht so arg im täglichen Miteinander spüren?
    Frauen und mitteilen? Hab ich ja noch nie von gehört 😛 Aber du hast da wohl recht. Ich hab mir die Statistiken nochmal angeschaut. In der Tat sind es von den Likern mehr männliche. Nur die Damen der Schöpfung sind bei den Kommentaren – und erst recht bei den Ausrufezeichen und Smilies – deutlich in der Überzahl. Macht aber nix. Ohne die Kommentare wären wir wohl auch nur halb so motiviert den Zirkus am Leben zu erhalten 🙂

    Ich muss ehrlich gestehen, mich hat das Ende teilweise verwirrt. Klar, als Garraty gewinnt und dann weiterstolpert, passt alles aufeinander. Aber die dunkle Figur, die er da sieht ähnelt ein wenig zu sehr dem Teufel. Oder war ich da auf dem Holzweg? Du hast absolut recht mit Bachman. Er wirkt fast wie das Gegenteil zu den sanften Stücken von King. Ich war überrascht, wie sehr ich mich auf die Seite von Charlie Decker in “Amok” geschlagen habe. Er ist ein Mörder und Geiselnehmer und dennoch leide ich bei seinen ganzen Geschichten mit ihm und bin wütend auf die Mitschüler, die selbst ordentlich Dreck am Stecken haben. Was glaubst du, erzählt da der Lehrer King oder der Schüler King aus seinen Erfahrungen und Gefühlen?

    Oooh, Wolf, Tom Cullen 2.0, nur mit negativem Schicksal. Du hast Recht, Jack ist in beiden Teilen nicht unbedingt die Quelle der Faszination. Ohne Wolf und ohne das dieses fiese Jungenheim hätte ich wohl Schwierigkeiten gehabt, ihm seinen Erfolg zu gönnen. Irgendwie hat er für mich zwishen quengelndem Jungchen und gereiftem Helden hin- und hergewechselt. Fast so, als hätten King und Straub leicht andere Ideen im Kopf gehabt.

    Eine gute Frage mit Eddie. Ich wäre mir da nicht so sicher. Wenn Susannah auch gestorben und nicht gerollt wäre, dann ja. Aber so wirkt Eddies Tod fast so wie Cuthberts, der auf dem Jericho Hill durch einen Pfeil getötet wird. Hatte Roland nicht ein paar Mal gesagt, die beiden wären Twinner? Deshalb auch das Ende von Jake durch den Tod. Er ist durch den Tod erst nach Mittwelt gekommen, durch den nächsten sorgt er eigentlich erst dafür, dass sich Roland einer den Menschen verantwortungsvollen Rolle bewusst wird – als Sohnersatz quasi – und durch seinen letzten beschützt er nicht nur den Turm, sondern schubst Roland noch weiter in die richtige Richtung. Die Trauer um den Tod der Menschen wird ihm auf einmal wichtig. Die richtige Beisetzung kümmert ihn mehr als das, was mit Stephen King geschehen wird nachdem er abtransportiert wird. Deswegen macht das Herausrollen von Susannah auch etwas Sinn. Ka ist ein Rad und die wichtigste Rolle von Susannah ist nicht unbedingt der Tod gewesen. Sie ist ihm mehrfach als Kind und Jugendliche entkommen, auch später kommt sie aus allen Gefahren durch ihre eigene Kraft und ihren Willen weiter. Daher auch der Abschied aus freien Stücken. Ich hab mich gefreut wie ein Honigkuchenpferd, wie King ihren endgültigen Abgang formuliert hat. Ganz so brutal war er ja dann doch nicht 🙂

    Vielleicht kommt Augie ja nochmal wieder. Als Geist oder so. Schließlich hat King nie behauptet, dass “Finders Keepers” nichts übernatürliches an sich hätte 😀
    Du hast Recht mit dem hohen Niveau. Ganz so, als würden wir von King das Allwissen erwarten. Lassen wir ihm also die Darstellung von Hartsfield^^ Aber, dass er den deutschen Wagen so misshandelt hat, dass Heyne ihn austauschen musste, finde ich schon merkwürdig! So! 😀

    Hmm… keinen ganzen Roman, aber einige seiner Kurzgeschichten sind nichts für mich. Ich fand auch die Anfänge von “Die Arena” und “Der Anschlag” müßig. Aber danach war alles wieder ok. Du magst den Werwolf nicht? Ohjeh, welch Tragik! 😀 Verstehe dich gut dabei. Ich hab den nie als Roman angesehen, weil es eigentlich nur eine Sammlung von kleinen Kalendergeschichten war. Stimmung oder Charaktertiefe war da sowieso nicht zu erwarten. Aber zusammen mit den Illustrationen ist das eine nette kleine Geschichte. Oh, jetzt fällt mir wieder etwas ein. “Der Sturm des Jahrhunderts” war durchgängig schwer. Ich glaube, ich würde den zu meinen am wenigsten gemochten Büchern wählen. Zusammen mit Colorado Kid, der für mich eine Novelle, kein Roman ist.

    Ansonsten bin ich romantechnisch ziemlich glücklich soweit, was selten ist. Ich hab Hohlbein und Koontz wegen ihrer niedrigen Erfolgsrate aufgegeben. Grisham ist nah an der Grenze dazu und auch Mo Hayder war mal weg – ich glaube wegen Ritual oder Skin. Obwohl ich Hanging Hill und auch Pig Island wieder ziemlich cool fand, von daher steht wieder was von ihr auf meiner Wunschliste 😀

    Hahaha, das hätte ich anhand deiner Rezensionen nie für möglich gehalten. Sieht doch alles ziemlich nach “Alles, was gut und fantasiereich ist” aus 😀 Aber ich kann dir gut nachfühlen. Ich habe bei mir noch die Scheibenwelt, Christopher Moore, Chuck Palahniuk und einige Horrorklassiker als Favoriten dabei und kann auch niemandem in einem Satz erklären, was ich toll finde und was nicht. Aber mit der Zeit lernt man sowieso, wem man welche Autoren nennt und welche man Kollegen oder ganz frisch kennengelernten Bekannten besser nicht näher vorstellt. Wie ist das eigentlich generell, wird dein SuB größer, oder nimmt der langsam ab?

    Viele Grüße mal wieder 🙂
    Andreas

    Reply
    1. Chrissie (Post author)

      Einen großen Erfolg für Booktuber wird es wahrscheinlich nie geben, dafür sind wir Leser einfach zu sehr Nischenpublikum. Selbst Kossi mit ihren bald 13.000 Abo stinkt ja selbst gegen durchschnittliche typische Youtuber ab, was die Zahlen anbelangt. Ich mach das Ganze, weil es mir Spaß bringt und weil es auch schön ist Gleichgesinnte im Netz zu finden, die man diesbezüglich im reellen Leben vermisst. Und ich muss dazu auch sagen, dass meine Community, so komisch sich das für mich anhört, auch total toll ist. Ich hab eigentlich keine Hater, eben einen kleinen eingeschworenen Kreis und das ist echt toll. Ich bin sehr dankbar dafür.
      Und mit der Masse gehe ich eh nie. 🙂 Hab da schon meinen eigenen Kopf. Wenn ich ein Buch bewerte, dann, weil ich Lust hatte es zu lesen und die Bewertung selbst ist dann auch schlichtweg meine eigene Meinung.

      Och, es geht. Ich bin ja schon seit langer Zeit eher in der Außenseiterrolle und mittlerweile habe ich auch genügend Selbstbewusstsein etc. entwickelt, so dass es mir meistens egal ist, was andere über mich denken. Da regen mich kleine Sticheleien in meine Richtung nicht groß weiter auf. Mit Humor kann man sowas eigentlich immer ganz gut lösen (auch wenn nicht jeder meinen Humor versteht. 😀 ).

      Stimmt aber schon, wenn kein Feedback kommt im sozialen Netzwerkgefüge etc., dann würde einem irgendwie schnell die Luft ausgehen. Ist immer wieder eine Triebfeder, wenn man tolle Äußerungen liest.

      Ich hab das Ende von “Todesmarsch” so aufgefasst, dass er eben durchgedreht ist und seinen Verstand verloren hat, als er als letzter übrig blieb und demnach gewonnen hat. Ich müsste mir für eine genauere Meinung das Buch aber nochmals durchlesen, ist schon ne Weile her.

      Hm… In Hamburg hat King zu einer Fragestellerin sinngemäß gesagt: Wer seine Schulzeit nicht als Hölle empfunden hat, bei dem ist etwas falsch gelaufen. Demnach würde ich vermuten, dass er eher aus Sicht des Schülers King denn aus der Sicht des Lehrers geschrieben hat. Aber wissen tue ich es natürlich nicht.

      Ja, ich erinnere mich auch, dass Roland Eddie oft mit irgendwem verglichen hat. Ich höre derzeit (sehr langsam) ja nach und nach die Hörbücher nochmals. Wenn ich soweit bin, dass dies geschildert wird, werde ich mal genauer hinhören. 🙂
      Ich hab mich total darüber aufgeregt damals, dass Suze als einzige überlebt hat. Irgendwie mochte ich sie immer am wenigsten von allen Mitgliedern des Ka-Tets. Ich fand es daher total schlimm, dass gerade sie überleben musste und alle anderen starben.

      *lol* Na ja, ich glaube nicht, dass diese Trilogie Übernatürlich werden wird. Dann würde sich King irgendwie selbst widersprechen, finde ich.

      DAS wollte ich eh nochmal nachschauen. Ich hab schon gehört, dass in der deutschen Ausgabe ein anderer Mercedes fährt als im Original. Ihr habt da doch bestimmt einen Beitrag zu verfasst. Magst du mir den Link mitteilen?

      Hohlbein hab ich noch nie gemocht, Koontz hab ich wenig gelesen und verspüre wenig Anregung dazu das zu ändern. 🙂

      Der liebe, leidige Sub. Bei mir wird er leider immer größer, aber ich versuch mich gerade mal wieder am Riemen zu reißen und ihn zu schmälern. Es gibt einfach zu viele Bücher, die mich interessieren. Hast du selbst einen SuB? Wächst er, oder ist er eher klein?

      LG Chrissie

      Reply
      1. Andreas

        Ihr seid vielleicht zu unspektakulär? Vermutlich sind Bücher und die Besprechungen davon einfach nichts für die arme ADS-Bande da draußen. Es sei denn, es werden mehr Spezialeffekte und hübsche Bildchen eingesetzt 😀
        Aber ich bin völlig bei dir. Es muss nicht das Massenpublikum sein. Zumal so vielleicht auch die Stimmen und Personen untergehen, die sympathischer sind als die vorlauten Kommentierer mit entweder zu vielen oder zu wenigen Satzendzeichen. Oder noch schlimmer, dass plötzlich wildfremde Leute unter den Posts auftauchen, die einem den Spaß an der ganzen Angelegenheit nehmen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich noch etwa 5 bis 8 Minuten von deinem letzten Neuzugangsvideo brauche. Eine Stunde voller Romantitel war dann dochmal was anderes. Reich-Ranicki in deutlich angenehmer 😀

        Vermutlich passt da der Spruch einer ehemaligen Arbeitskollegin von mir: Ein sarkastischer Spruch ist erst dann richtig gut, wenn ihn der Gegenüber als Kompliment auffasst. 😀 Schade ist es trotzdem ein wenig, wenn man nur auf Grund seines Büchergeschmacks – oder eigentlich ja nur ein Teil davon – vorverurteilt wird. Es ist ja wahrscheinlich nicht so, dass du Blutbäder bei euch in den Katakomben nimmst, oder die eine oder andere Kollegin mit einem Messer bedroht hast -.-‘

        Das Ende von ‘Todesmarsch’ habe ich auch so in Erinnerung. Nur scheint es die eine oder andere unterschiedliche Interpretation zu geben. Gerade wegen er Figur, die dort am Ende schemenhaft auftaucht. Ob es der Teufel sein soll, oder dann doch jemand anderes. Aber eventuell ist die naheliegendste Antwort auch die beste. Ich glaube sowieso, Bachman hat sich nicht unbedingt mit vielen versteckten Symbolen aufgehalten, sondern sehr einfache aber umso bedrückendere Bilder gezeichnet.

        Das hat er in Hamburg gesagt? Oh mann, ich kann mich gar nicht mehr an die Publikumsfragen erinnern, ich war noch ein wenig im Delirium nach dem Händeschütteln mit ihm 😀 Aber passen könnte es schon. So extrem viel Zeit war nicht vergangen als er noch die Schulbank gedrückt hat. Und so, wie er seine eigene Jugend in Interviews beschreibt, dürfte die eine oder andere merkwürdige oder peinliche Erfahrung dabei gewesen sein.

        Ich bin mir nicht sicher, ob es schon in Drei der Fall ist, aber höchstwahrscheinlich schon in tot., auf jeden Fall aber in Glas. Jake ist Alain Johns Twinner, Eddie gehört zu Cuthbert.
        Hahaha! Was hast du denn an der armen, gebeutelten Susannah nicht gemocht? In tot. habe ich die ganze Zeit gedacht, dass sie doch noch richtig böse wird und versucht, ganz Detta Walker mäßig, das ganze Ka-Tet zu ermorden. Ansonsten fand ich sie relativ cool. Wer kann schon von sich behaupten, seine Schizophrenen Ichs gezielt einsetzen zu können. Ich hatte nur meine leichten Probleme, als Mia im vorletzten Teil so immens wichtig wurde. Das hat sehr aufgesetzt gewirkt :/

        Wer weiß, vielleicht bekommt der Mercedes-Killer Besuch von den Kackwieseln aus ‘Dreamcatcher’ und ist dann extrem telepathisch begabt 😀
        Oh ja, wir haben Olivia Trelawneys Mercedes kurz vorgestellt. Bei Gelegenheit werde ich aber auch noch die dezente Frage in den Raum stellen, ob ein Ehemann seiner Ehefrau, die nicht die sicherste im Alltag ist, wirklich eine übergroße S-Klasse kauft, oder ob Heyne auch nicht bis zum Ende weitergedacht hat. Wie auch immer, hier das bisherige Ergebenis:
        http://wiki.stephen-king.de/index.php/Olivia_Trelawneys_Mercedes

        Hahaha! Hohlbein hab ich zweimal probiert. Aber jedesmal komme ich mir veräppelt vor. Die Handlung beginnt ganz interessant und endet jedesmal so wie alle anderen vorher auch. Kein Wunder, dass der Mann jede Woche einen Roman rausbringen könnte, er ist ja auch bei keinem wirklich kreativ.
        Koontz hat zu steril gewirkt. So, als würde er nach irgendeiner Vorschrift arbeiten, aber auch so, als wäre er gar nicht so unfroh, wenn er nach dem Schreiben nichts mit dem Ganzen zu tun haben müsste.

        Ich hab von deinem Plan gehört und gesehen. Wie machst du das, wenn du in Buchhandlungen unterwegs bist? Nimmst du dir dann jemanden mit, der dich zur Not rausschleift? 🙂
        Ich finde solche Beschränkungen schwer. Vor allem, wenn jemand einen neuen Autor empfiehlt, der aber schon 10 oder mehr Bücher rausgebracht hat :/
        Notgedrungen ist es bei mir kein Stapel von echten Büchern mehr, aber ich habe auch noch extrem viel vor mir, wenn ich wirklich alles schaffen will. Ich hab das Vergnügen gehabt, umziehen zu müssen und habe alles an echten Büchern schon eine ganze Weile eingelagert. Daher bin ich auf ebooks gewechselt und inzwischen in einem größeren Dilemma. Anstatt einem SuB, habe ich den, einen SuCK (Stapel, ungelesener Comics und Kurzgeschichten), eine SAU (Stapel von Autoren, ungelesen) und die HdB,diaDgh,anaElw (Hölle der Bücher, die ich auf Deutsch gelesen habe, aber nochmal auf Englisch lesen will). Das ganze Neu-Lesen der Kingbibliographie für das Wiki ist da noch gar nicht mit dabei. 😀 Von daher mach dir noch keine Gedanken. Deine Anzahl an ausstehenden Büchern hast du wenigstens physikalisch vor dir und es macht sich sehr gut im Regal. 😀

        Viele Grüße!
        Andreas

        Reply
        1. Chrissie (Post author)

          Hallo Andreas,

          die Stunde der Neuzugänge war ja auch eine Ausnahme, weil sich in den über drei Monaten viel angesammelt hatte. Ich hab zuerst überlegt das Video in mehrere Teile zu splitten, aber dann hätte ich noch viel mehr Videostau als jetzt schon. Bis in den November hinein ist schon alles voll und belegt. 🙂 Ich finde das ja gut, so hab ich weniger Stress mit dem Machen dieser ganzen Sachen, aber Monate vorverplant will ich dann auch nicht haben.

          Nicht? Man sagt mir ja nach, dass ich einen ziemlich irre-gefährlichen Blick drauf haben soll, wenn ich sauer bin. Jedenfalls verließ in München mal jemand fluchtartig das Zugabteil, als ich den wutentbrannt betreten habe. 😀
          Viele Menschen sind in ihrem Weltbild einfach festgesetzt und wollen da auch nicht dran rütteln. Jemand, der dort nicht hineinpasst, wird dann eben im besten Fall als sonderbar abgestempelt. Niemand ist ja völlig tolerant, aber ich denke man sollte wenigstens versuchen offen zu sein. Auch wenn man selbst mit anderen Lebensweisen nichts anfangen kann, so kann man doch akzeptieren und respektieren, dass es diese gibt. Doch das schaffen nur sehr wenige, so ist jedenfalls mein Gefühl. Der Mensch hat Angst vor allem Fremden.

          Händeschütteln? Woa, ich hätte mich wahrscheinlich vor Aufregung eingenässt. 😀 Ich fand es schon phänomenal, dass ich dort in der erste Reihe sitzen durfte und das alles quasi hautnah erlebt habe. War für mich schon ein wirklich riesiger Moment, den Menschen einfach zu sehen und zu erleben, der all die Geschichten erdenkt, die ich so liebe. Wie war er denn? Konntest du auch ein paar Worte wechseln?

          Ich weiß gar nicht genau, warum ich solche Probleme mit Suze hatte. Ich vermute fast, dass liegt an ihrem Geschlecht, da ich mich selten mit weiblichen Protagonisten anfreunden kann. Ich hab sie nun auch nicht gehasst, aber von den 5 (6) Mitgliedern des Ka-Tets mochte ich sie immer am wenigsten. Nachdem ich den letzten Band ausgelesen hatte ging es daher in meinem Kopf ne ziemlich lange Zeit so: “Warum Eddie? Warum Jake? Warum Oy, verdammt noch mal? Und warum NICHT Susannah?????”
          Wie stehst du denn zum Ende von Turm? Viele scheinen ja Probleme mit dieser Offenheit zu haben. Ich finde das Ende genial. Habe ja noch die unüberarbeitete Fassung gelesen damals und finde es nun extremst spannend die überarbeitete Fassung zu hören und so viele Hinweise auf das Ende zu entdecken. 🙂

          Das ist ja echt interessant mit dem Mercedes. Was sagt King denn dazu, dass man den im Deutschen verändert hat?
          Wobei ich mich eh frage, warum ein Mercedes. Ein Hummer hätte mehr schaden angerichtet. Mr. Hummer. 😀 Nette Anspielung auf Maine wäre das im Deutschen auch gewesen.

          Ich hab auch zwei Bücher von Hohlbein gelesen. Ich finde ihn so unoriginell, habe das, was er dort anbrachte, schon oft gelesen. Es gab nichts Neues, nichts mit Packendes. An die Koontz-Bücher kann ich mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so erinnern. Ich hab letztens nur den Film zu Odd Thomas gesehen und festgestellt, dass ich den ersten Band dieser Reihe zu Hause habe. Jetzt bin ich am überlegen, ob ich das nochmal testen soll.

          Derzeit bin ich nicht wirklich in Leseverfassung. Mein Alltag schafft mich gerade sehr, so dass ich oft tagelang keine einzige Seite lese. Von daher fällt es mir momentan auch nicht schwer keine Bücher zu kaufen, weil ich einfach keine Zeit habe loszugehen. Ansonsten möchte ich es aber so handhaben, dass ich einfach im Monat alle Neuerscheinungen, die mich interessieren, bestelle und dann in der Buchhandlung abhole. Hier gilt eben: Maximal 5 Bücher. Wenn es weniger als 5 sind, dann dürfte ich meine MuhaLi (Muss haben Liste) auch etwas bemühen, aber eben nur bis maximal 5. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte. 🙂
          Es ist aber tatsächlich schon vorgekommen, dass ich schräge Blicke in Buchhandlungen zugeworfen bekommen habe, weil ich mit meinem Freund da war und ihn immer angebettelt habe er möchte ich im Kaufen einschränken, weil es sonst zu teuer wird. 🙂
          Aber es hat doch auch was Schönes so viele Bücher zu haben, die man noch lesen will, egal aus welchem Grund und in welcher Form. Es warten noch so viele Geschichten, Welten und Abenteuer darauf entdeckt, erlebt und durchlitten zu werden. Hach. 🙂

          LG Chrissie

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