Januar 3

Die Weihnachtsbraut – Barbara Büchner

“Die Weihnachtsbraut” von Barbara Büchner wurde von mir im Dezember gelesen in der Hoffnung, eine gruselige Weihnachtsgeschichte vorzufinden. Dieses Buch stellt jedoch keine weihnachtliche Handlung dar, lediglich der Zeitrahmen ist hier angesetzt.

Fiona hat ihre besten Jahre hinter sich und lebt immer noch alleine. Gedrängt von ihrer Verwandten geht sie auf eine Zeitungsannounce ein und lernt so den sehr seltsamen Maurice Mersenbeck kennen, der so gar nicht in die aktuelle Zeit hineinzupassen scheint. Sie findet Maurice einerseits interessant, andererseits hadert sie aber auch mit seinen vielen Macken und Eigenarten.
Bald schon läd Maurice Fiona ein Weihnachten zusammen in seinem Heim zu feiern und sie willigt ein. Doch mysteriöse Briefe und ihre eigenen Nachforschungen in Bezug auf die Familie Mersenbeck lassen diesen Abend bald in einem ganz anderen Licht erscheinen. Fiona ist nicht die erste Frau, die Maurice zum Weihnachtsfest eingeladen hat – und keine ihrer Vorgängerinnen ist je wieder aufgetaucht.

Im Stil von H.P. Lovecraft erzählt “Die Weihnachtsbraut” von einer Mär, vom Unbekannten direkt unter uns und deren Ritualen. Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einer blumigen, schweren Sprache. Man fühlt sich fast durchweg an Lovecrafts Werke erinnert. Für mich persönlich war es daher nicht wirklich etwas, für Fans des Horroraltmeisters aber gewiss.

Leider beginnt das Buch bereits mit einer Einleitung, die den Leser sofort wissen lässt, wie diese Geschichte enden wird. Nur sehr selten finde ich ein solches Vorgehen gut und die Story anschließend auch noch spannend. Hier war dies leider nicht mehr der Fall.
Fiona lernt Maurice anschließend kennen und man weiß ziemlich schnell, dass sie die Finger von ihm und seiner Familie lassen sollte – was sie natürlich nicht tut. Mich persönlich spricht es einfach nicht sonderlich an, wenn ich über Handlungen der Protagonisten oft die Augen rolle bzw. nicht verstehen kann, warum diese so naiv handeln. Dementsprechend gefiel mit die Charakterentwicklung nur bedingt.

Frau Büchner bleibt ihrem Schreibstil das ganze Buch über treu und erzeugt so sehr schnell eine düstere Atmosphäre. Man fühlt sich an alte Gruselfilme erinnert, man befindet sich Jahrzehnte in der Zeit zurückversetzt. Auch wenn mir dieser Stil nicht unbedingt liegt, so hat es mir schon imponiert, was die Autorin hier atmosphärisch geschaffen hat.
Der dargestellte Grusel der Geschichte wird einerseits durch geschilderte Träume, Vorahnungen und dergleichen erzeugt, andererseits durch einen heidnischen Kult, der nach und nach näher beleuchtet wird.

“Die Weihnachtsbraut” war für mich ein solides Buch, aber ich kann mir vorstellen, dass Fans von Lovecraft und ähnlichen Autoren begeistert sein werden.

“Die Weihnachtsbraut” von Barbara Büchner aus dem Voodoo Press Verlag, 198 Seiten, ISBN-13: 978-3902802088

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Posted 3. Januar 2014 by Chrissie in category Buchrezension

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